Auftakt in der Red Hell: Greifs unterliegen den Stuttgart Silver Arrows mit 14:32

Endlich war es so weit. Saisonstart, erstes Heimspiel und zurück im Carl Kaufmann Stadion. Die Badener Greifs luden zum Season Opener in die Red Hell und rund 300 Zuschauer folgten dem Ruf. Die Kulisse sorgte für eine spürbare Vorfreude und eine Atmosphäre, die Lust auf die neue Saison machte.

Doch nicht nur auf dem Feld wurde dieser Tag besonders. Bereits vor dem Kickoff zeigte sich, was diesen Verein ausmacht. Zum ersten Mal organisierte sich mit den Greifs Generations eine Gruppe aus ehemaligen Spielern, Funktionären und langjährigen Unterstützern der Greifs aus über vier Jahrzehnten Vereinsgeschichte zu einem gemeinsamen Tailgating auf dem Parkplatz vor dem Stadion. Alte Geschichten, bekannte Gesichter und jede Menge Greifs Spirit machten schon vor Spielbeginn deutlich, dass die Greifs weit mehr sind als nur ein Team. Sie sind eine Familie.

Neben dem Geschehen auf dem Feld konnten die Zuschauer auch diesmal wieder auf die Unterstützung der Cheerleader zählen. Die Red Flames sorgten wie gewohnt für zusätzliche Energie und trugen zur besonderen Gameday-Atmosphäre in der Red Hell bei.

Zudem feierten die Badener Greifs an diesem Tag auch eine Premiere abseits des Spielgeschehens. Erstmals lief das Team in den neuen Trikots auf, die durch den neuen Sponsor HOLY ermöglicht wurden. Damit setzte der Verein auch optisch ein starkes Zeichen zum Start in die neue Saison.

Sportlich startete die Partie alles andere als optimal für die Hausherren. Die Stuttgart Silver Arrows erwischten den besseren Beginn und nutzten ihre ersten Offensivserien konsequent aus. Noch im ersten Quarter gelang es den Gästen, sich mit 0:14 abzusetzen und damit früh die Richtung vorzugeben. Auch im zweiten Viertel fanden die Greifs zunächst kein Mittel gegen die gut eingestellte Mannschaft aus Stuttgart. Die Silver Arrows erhöhten auf 0:20 und schienen das Spiel früh zu kontrollieren.

Doch die Greifs zeigten Moral. Noch vor der Halbzeit gelang es, die ersten eigenen Punkte aufs Scoreboard zu bringen. Runningback Roman Miller setzte sich mit einem starken Lauf durch und brachte die Greifs zurück ins Spiel. Der Touchdown zum 7:20 war ein wichtiger Moment, der sowohl auf dem Feld als auch auf den Rängen neue Energie freisetzte.

Nach der Pause versuchten die Greifs, den Anschluss weiter zu verkürzen und das Spiel zu drehen. Doch die Gäste aus Stuttgart blieben abgeklärt und nutzten ihre Chancen konsequent. Im dritten Quarter bauten die Silver Arrows ihre Führung auf 26:7 aus. Auch im Schlussviertel ließ Stuttgart nicht nach und erhöhte zwischenzeitlich auf 32:7.

Zum Ende der Partie gelang den Greifs noch ein defensives Highlight. Safety Pit Ludwig forcierte in guter Position einen Fumble. Der freie Ball wurde von Cornerback Christoph Rambau aufgenommen, der ihn bis in die Endzone zurücktrug und so den Spielstand auf 14:32 verkürzte.

Unterm Strich bleibt ein Ergebnis, das nicht den Erwartungen der Greifs entspricht. Der Season Opener verlief anders als geplant und vor allem der frühe Rückstand machte es schwer, den eigenen Gameplan umzusetzen. Trotzdem lassen sich positive Ansätze erkennen. Kampfgeist, einzelne starke Aktionen und vor allem der Rückhalt von den Rängen machen Mut für die kommenden Aufgaben.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Bereits am kommenden Sonntag steht das nächste Heimspiel an. Dann empfangen die Badener Greifs die Miners aus Offenburg erneut in der Red Hell. Die nächste Chance kommt und die Greifs werden bereit sein.

Foto: fide pictures